Die Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien, die täglich etwa 4 bis 5 Millionen Barrel Öl von den Feldern im Osten des Landes zum Hafen Yanbu am Roten Meer transportiert, wurde am vergangenen Donnerstag aufgrund eines Drohnenangriffs gestoppt. Diese Pipeline ermöglicht es Saudi-Arabien, die Straße von Hormuz zu umgehen, eine Route, die seit Beginn des Krieges im Februar stark gestört ist.
Unmittelbare Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt
Angesichts der sinkenden globalen Nachfrage nach Öl während des Krieges und der Absage von Reisen durch viele Verbraucher erfolgt die Schließung der Ost-West-Pipeline in einer kritischen Phase für den globalen Ölmarkt. Diese Schließung, die aufgrund von Schäden durch Angriffe entstanden ist, war laut saudi-arabischen Beamten „vorsorglich“. Das saudi-arabische Ministerium für Energie hat erklärt, dass dieser Angriff zu Verletzungen von Personen in den Regionen Riad und Medina geführt hat und die Auswirkungen auf die Öl-Infrastruktur des Landes erheblich sind.
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Ungewisse Zukunft der Pipeline und des Ölmarktes
Da die Reparaturen an der Pipeline fünf bis sechs Wochen dauern könnten, stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Schließung dieser Pipeline für den globalen Ölmarkt hat. Saudi-Arabien ist aufgrund der Probleme in der Straße von Hormuz stärker von dieser Pipeline abhängig geworden. Schätzungen zeigen nun, dass der Ölfluss durch die Straße von Hormuz erheblich zurückgegangen ist, und laut vorliegenden Statistiken beträgt diese Zahl etwa 6 bis 9 Millionen Barrel pro Tag.
Saudi-Arabien hatte auch in den ersten fünf Monaten des Krieges die Menge an Rohöl, die in Richtung Westen verschifft wurde, erhöht, aber jetzt wird diese Situation durch die Schließung der Pipeline stark beeinträchtigt. Schätzungen der Vorräte in Yanbu zeigen, dass diese Einrichtungen nur für fünf bis sieben Tage ausreichen, während die Vorräte in den Einrichtungen Ägyptens ebenfalls bald erschöpft sein könnten.
Wenn die Schäden an der Pipeline umfangreich sind, könnte Saudi-Arabien mit ernsthaften Einschränkungen in seiner Fähigkeit zur Kompensation von Exporten konfrontiert werden. Das Forschungsinstitut Gavekal hat gewarnt, dass, wenn die Einrichtungen in Yanbu aufgrund von Sicherheitsbedrohungen außer Betrieb genommen werden, dies zu einer Katastrophe für den globalen Ölmarkt führen könnte.
Gleichzeitig hat die Internationale Energieagentur gewarnt, dass das Angebot an Öl aus Saudi-Arabien im August auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahrzehnten gefallen ist. Diese Agentur prognostiziert, dass das weltweite Ölangebot in diesem Jahr aufgrund von Störungen auf etwa 5,7 Millionen Barrel pro Tag sinken wird.
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Al Jazara
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