Das Buch "Der Zusammenbruch der Republik Afghanistan" von Hamdullah Mohib ist eine klare Erzählung über den Fall der Republik Afghanistan und die politischen Herausforderungen jener Zeit. Mohib, der in den letzten Tagen der Regierung von Mohammad Ashraf Ghani zusammen mit ihm Afghanistan verließ, analysiert in diesem Buch tiefgehend die politischen Probleme und den Aufbau von Institutionen im Land.
Kritik an den Politiken von Ashraf Ghani
Mohib verteidigt in diesem Buch die Bilanz von Mohammad Ashraf Ghani und betrachtet ihn als einen Politiker, der an den Aufbau von Institutionen und den Kampf gegen Korruption glaubte. Nach Mohibs Ansicht versuchte Ghani, "die Macht aus den Händen der Warlords zu befreien" und trat aus diesem Grund in die Politik ein. Gleichzeitig geht Mohib jedoch kritisch auf einige von Ghanis politischen Rivalen ein und hinterfragt deren Handlungen.
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Politische Konflikte und Regierungs-Krisen
Einer der Hauptpunkte des Buches ist der tiefe Konflikt zwischen Ashraf Ghani und Abdullah Abdullah. Mohib weist speziell darauf hin, dass diese Konflikte eine gefährliche Stufe erreichten, in der beide sich selbst als Sieger der Wahlen erklärten und die Amtseinführungszeremonien an getrennten Orten abhielten. Diese politische Spaltung war so tief und komplex, dass auch die Ministerien und Sicherheitskräfte in zwei Teile geteilt wurden und nicht mehr zusammenarbeiteten.
Mohib kritisiert weiterhin die Partei "Islamische Gemeinschaft Afghanistans" und sagt, dass diese Partei die Umsetzung der von Ghani angestrebten Entwicklungs- und Reformpläne verhinderte. Er übt Kritik an Salahuddin Rabbani als einer der Schlüsselfiguren dieser Partei und betrachtet ihn als eine "prinzesschenhafte" Person ohne Selbstvertrauen.
Das Buch von Mohib erzählt nicht nur von den politischen Herausforderungen in Afghanistan, sondern geht auch auf die Aspekte seiner eigenen Biografie ein. Von den Jahren des Lebens unter afghanischen Migranten in Pakistan bis hin zum Studium in England und dem Eintritt in die Politik erzählt Mohib als Augenzeuge von den Entwicklungen in Afghanistan.
Tiefgehende Analyse der Ineffizienz von Institutionen
Als ehemaliger Beamter im Nationalen Sicherheitsrat Afghanistans verweist Mohib auch auf die Ineffizienz dieser Institution und beschreibt sie als "Kindergarten der kleinen Prinzen". Er schreibt, dass viele Mitarbeiter dieser Institution nicht nur ihre Aufgaben nicht kannten, sondern auch aufgrund familiärer und politischer Beziehungen dort eingestellt wurden.
Mohib übt auch Kritik an Hanif Atmar, dem nationalen Sicherheitsberater, und betrachtet ihn als eine egoistische Person mit einer persönlichen Agenda. Diese Kritiken spiegeln ein ineffizientes System in der politischen Struktur Afghanistans wider, das allmählich zum Zusammenbruch der Republik führte.
Schließlich kann das Buch von Mohib als eine wichtige Quelle für ein tieferes Verständnis der Herausforderungen und Misserfolge der Republik Afghanistan in den vergangenen Jahren betrachtet werden und gleichzeitig eine genauere Analyse der Wurzeln dieser Krisen bieten.
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Al Jazara
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