Der Klimawandel wurde als ein Schlüsselfaktor für das Auftreten der tödlichen Überschwemmungen in Nepal und Tibet identifiziert, die im vergangenen Monat stattfanden. Diese Katastrophe, die zum Tod von mehr als 1400 Menschen und zum Verschwinden von Tausenden anderen führte, begann am 26. August mit dem Abbruch eines großen Teils des Langtang-Lirung-Gebirges.
Analyse der Wissenschaftler zur Katastrophe
Forscher der Gruppe für globale Klimaevaluierung (WWA) berichteten, dass diese Katastrophe nicht das Ergebnis eines einzelnen extremen Wetterereignisses war, sondern tatsächlich eine "kombinierte Krise" darstellt, die von langfristiger Erwärmung, dem Schmelzen von Gletschern, dem dauerhaften Schmelzen und geologischer Instabilität beeinflusst wird.
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In dem Bericht heißt es: "Die anhaltende Erwärmung hat die Höhe der Gefriergrenze im Himalaya erhöht und das Eis und den Permafrost im Untergrund höheren und längeren Temperaturen ausgesetzt, was die Berghänge geschwächt hat." Diese Analyse wurde von Walter Imesreil, einem Hydrologen der Universität Utrecht, und anderen Forschern durchgeführt.
Folgen der Katastrophe und Reaktionen
Nepal, ein Land mit 30 Millionen Einwohnern, hat im Vergleich zu Industrieländern einen geringen Anteil an den Treibhausgasemissionen. Dennoch hat diese Katastrophe die globalen Sorgen über den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf verletzliche Gemeinschaften angeheizt. Premierminister Balendra Shah wird bald in der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf dieses wichtige Thema eingehen und reist zu diesem Treffen als seine erste Auslandsreise.
Statistiken zeigen, dass die Kosten für den Wiederaufbau nach den jüngsten Überschwemmungen in Nepal auf 4,78 Milliarden Dollar geschätzt werden. Laut nepalesischen Beamten ist die Zahl der als vermisst geltenden Personen auf 6150 gestiegen, während die Zahl der geborgenen Leichen auf 1403 angestiegen ist. Von diesen wurden 105 Leichen identifiziert.
In Tibet wurden ebenfalls 43 Todesopfer und 519 Vermisste gemeldet. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Opfer in beiden Ländern auf 1446 und die Anzahl der Vermissten auf mindestens 6669.
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Al Jazara
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