Die Regierung von Ungarn hat einen Gesetzentwurf dem Parlament vorgelegt, der darauf abzielt, die gegen LGBTQ gerichteten Gesetze für Jugendliche zu ändern, die unter der Führung von Viktor Orbán, dem ehemaligen Ministerpräsidenten, verabschiedet wurden. Diese Gesetze wurden 2021 als Änderung der bestehenden Vorschriften zum Schutz von Kindern eingeführt und verboten die Werbung für Homosexualität an Personen unter 18 Jahren. Diese Gesetze führten indirekt auch zu einem Verbot von Pride-Paraden.
Kritik an den aktuellen Gesetzen
Die bestehenden Gesetze stehen in der Kritik von Aktivisten und Führungspersönlichkeiten der Europäischen Union, insbesondere wegen der Schaffung negativer Stigmata für die LGBTQ-Gemeinschaft und der Verknüpfung gleichgeschlechtlicher Beziehungen mit Kindesmissbrauch. Diese Kritik hat die ungarische Regierung dazu veranlasst, über eine Änderung dieser Gesetze nachzudenken.
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Der am Montag dem Parlament vorgelegte Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Formulierungen zur Verbannung von "Werbung" oder "Darstellung" von Homosexualität und Geschlechtsumwandlung für Jugendliche zu streichen. Mit dieser Änderung werden diese Gesetze auf Inhalte verweisen, die "ernsthaft die physische, geistige, emotionale oder moralische Entwicklung des Kindes gefährden können".
Neue Position des ungarischen Ministerpräsidenten
Péter Márki-Zay, der konservative Ministerpräsident, der die Wahlen im April gewonnen hat und 16 Jahre Orbáns Herrschaft beendet hat, hat erklärt, dass diese Gesetze "unabhängig von der sexuellen Orientierung" umgesetzt werden und das Land mit den Vorschriften der Europäischen Union in Einklang bringen werden. Er betonte: "Wir nehmen eine klare und strenge Haltung gegenüber Medieninhalten ein, die für Jugendliche zugänglich sind und Gewalt, Manipulation und Ausbeutung fördern."
Im vergangenen April entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass die aktuellen Gesetze "die sehr Identität" der Union verletzen. Nach diesem Urteil erteilte die ungarische Polizei die Genehmigung für die Durchführung von Pride-Paraden in diesem Jahr, während diese Paraden im vergangenen Jahr unter Orbáns Herrschaft verboten waren.
Am Samstag erklärte Márki-Zay außerdem, dass die Regierung eine gesetzliche Änderung prüft, die seit 2020 verheirateten Paaren die Adoption ermöglicht und somit gleichgeschlechtliche Paare effektiv von der Adoption ausschließt. Diese Entscheidung könnte zu einer weiteren Öffnung für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft in Ungarn führen.
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Al Jazara
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