Im Royal Stratford East Theatre in London behandelt das Stück „Bloodsport: After Helen of Troy“ von Ava Picket tiefgreifende und umstrittene Themen. Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr von Helena von Troja, der Hauptfigur des Stücks, in eine Welt voller Kontroversen und Gewalt. Sie betritt ein Wohnzimmer, das an ein modernes und glanzvolles Leben erinnert, und dieser Raum ist eindeutig von den sozialen und kulturellen Veränderungen in England der Gegenwart inspiriert.
Gewalt und Misogynie in der neuen Welt
Helena wird in diesem Stück gewissermaßen zum Opfer der Umstände, die aus dem Bürgerkrieg und sozialen Unruhen resultieren. Wütende Männer greifen zur Gewalt, weil Helena beschlossen hat, ihren Ehemann Marcus zu verlassen und sich einem „fremden“ Mann zuzuwenden. Inzwischen fungiert eine Figur, die als Bote agiert, als eine Art Chor, der das Publikum mit den Ereignissen und neuen Entwicklungen in England vertraut macht.
In diesem Wohnzimmer, das Cee, Helenas beste Freundin, gehört, treten die Männer zitternd mit Helena ein, um ihren Sieg mit einem Glas Prosecco zu feiern. Diese Szene ist eine Darstellung des Kontrasts zwischen äußerer Schönheit und innerer Hässlichkeit der modernen Welt, in der Gewalt und Misogynie deutlich spürbar sind.
Vorschau auf die Zukunft des Theaters
Das Royal Stratford East Theatre wird bis zum 10. Oktober mit diesem Stück die Liebhaber der darstellenden Kunst empfangen. Dieses Werk zeigt deutlich, wie man mit Hilfe klassischer Mythen zeitgenössische Themen und Herausforderungen angehen und sie in einem neuen und ansprechenden Kontext darstellen kann.
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