Großbritannien hat am 8. September 2023 mit der Ankündigung eines Importverbots für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland eine neue Maßnahme im Rahmen der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Israel eingeleitet. Diese Maßnahme ist Teil umfassenderer Bemühungen, wirtschaftliche Einschränkungen auf illegale Siedlungen in den besetzten Gebieten anzuwenden.
Details zu den neuen Sanktionen
Ed Miliband, der britische Außenminister, erklärte, dass diese Sanktionen auch Dienstleistungen wie Bau, Infrastruktur und Finanzierung im Zusammenhang mit Siedlungen umfassen. Laut ihm sollte dieses Gesetz innerhalb der nächsten 6 bis 9 Monate in Kraft treten. Diese Entscheidung stellt insbesondere nach Jahren der Verurteilung von Siedlungen durch europäische Führer ohne wirksame Maßnahmen einen signifikanten Wandel in der Wirtschaftspolitik Großbritanniens und anderer europäischer Länder dar.
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Auch andere Länder wie Frankreich und Kanada haben ähnliche Programme zur Sanktionierung israelischer Siedlungen unterstützt. Dänemark, Finnland, Irland, Island, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien und Schweden haben sich ebenfalls einer Erklärung angeschlossen, die ihren Willen zur Anwendung nationaler Einschränkungen zeigt. Diese Maßnahmen könnten zusätzlichen diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Israel ausüben.
Wirtschaftliche und diplomatische Folgen
Wirtschaftsexperten sind der Meinung, dass diese Sanktionen kurzfristig möglicherweise keine nennenswerten Auswirkungen haben werden. Eran Yashiv, Professor für Wirtschaft an der Universität Tel Aviv, glaubt, dass diese Einschränkungen bei vollständiger Umsetzung keine wesentlichen Auswirkungen haben und nicht spürbar sein werden. Dennoch könnten diese Maßnahmen als ernsthafte Warnung für die israelische Wirtschaft angesehen werden.
In diesem Zusammenhang betonte Lucy Kurtzer-Ellenbogen, Senior Researcher am Middle East Institute, dass diese Sanktionen eher diplomatische als wirtschaftliche Folgen haben. Sie fügte hinzu, dass, wenn die Ungewissheit über die Reaktion der Vereinigten Staaten auf diese Sanktionen berücksichtigt wird, eine Kettenreaktion zu beobachten sein könnte, die allmählich die Makroökonomie Israels beeinflusst.
Als Reaktion auf diese Sanktionen hat Israel diese Maßnahmen scharf verurteilt und erklärt, dass es möglicherweise Vergeltungsmaßnahmen gegen Großbritannien ergreifen könnte. Diese Situation wird insbesondere vor den Wahlen am 27. Oktober in Israel, die zu einer Veränderung im aktuellen Kabinett führen könnten, komplizierter.
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Al Jazara
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