Ed Sheeran, der berühmte britische Künstler, wurde nach dem Rücktritt seiner Unterstützer von der Teilnahme an der Tour indirekt zu einem der politischsten Künstler der Welt. Dennoch hat er sich in eine schwierige Lage gebracht, da er versucht, in politischen Fragen neutral zu bleiben.
Rücktritt der Unterstützer und dessen Folgen
Am Montag wurde McLemore, einer der Unterstützer von Sheeran, von seiner Tour ausgeschlossen, was dazu führte, dass auch andere Künstler ihre Zusammenarbeit beendeten. Phineas O'Connell, einer der Künstler, erklärte kurz: "Künstler sollten nicht schweigen, wenn sie für die Unterdrückten sprechen. Ich stehe mit Palästina und seinem Volk." Auch der Künstler Aran Row äußerte: "Ich kann nicht stillstehen und zulassen, dass Milliardäre ihre Macht nutzen, um die Stimmen der Gerechtigkeit zum Schweigen zu bringen."
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Die Gruppe Bioga, die Sheerans Unterstützergruppe ist, sowie die dänische Gruppe Lukas Graham zogen sich ebenfalls von der Tour zurück. Bioga erklärte, dass über den Krieg, die Tötung von Zivilisten und die Rechte von Kindern gesprochen werden müsse. Mit diesem Schritt zeigten die Gruppen, dass sie sich dem politischen Druck nicht entziehen können.
Ed Sheerans Positionen und seine Herausforderungen
Ed Sheeran erklärte in einer Stellungnahme, dass die Entscheidung, McLemore auszuschließen, aufgrund des Drucks von Veranstaltungsorten und Organisatoren getroffen wurde. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass er aufgrund der Vielfalt seines Publikums nicht über Politik sprechen möchte. Diese Äußerungen scheinen jedoch schwach und unangemessen zu sein, da Sheeran in der Vergangenheit auch an Wohltätigkeitsveranstaltungen für die Ukraine teilgenommen und die Rechte von LGBTQI+ unterstützt hat.
Sheeran äußerte außerdem, dass er von den Konflikten zwischen Israel und Palästina betroffen sei und das daraus resultierende Leid als humanitäre Katastrophe betrachte. Er betonte, dass sein Schweigen nicht gleichbedeutend mit Gleichgültigkeit gegenüber der Situation sei.
Diese Situation zeigt, dass es nicht mehr möglich ist, in der Kunst und Musik neutral zu bleiben. Zensur breitet sich schnell aus und Künstler stehen zunehmend unter Druck, ihre Positionen klarzustellen. Unter diesen Umständen, ist es möglich, Kunst zu schaffen, die ohne Berücksichtigung politischer Fragen wahrgenommen wird?
Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Druckverhältnisse sehen sich Künstler insbesondere neuen Herausforderungen gegenüber. Alan Carr, der Geschäftsführer des Israeli-American Council, erklärte in einem Gespräch mit den Medien, dass McLemore aufgrund seiner Äußerungen gegen Israel ausgeschlossen wurde. Er sagte: "Die Worte 'Befreiung Palästinas' bedeuten nicht, dass man jüdische Menschen tötet, aber tatsächlich deutet dieser Ausdruck implizit darauf hin."
Schließlich scheint es jetzt, dass die einzige akzeptable Option für Künstler das Schweigen ist. Keine Erklärung zu Israel und Palästina kann ohne Spannungen geäußert werden. Sogar der Wunsch nach einer Welt ohne das Töten von Kindern wird als politische Position betrachtet.
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Al Jazara
روایت خاورمیانه



