Neue Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Ruanda finden in der Stadt Genf in der Schweiz statt. Diese Verhandlungen erfolgen, während die Kämpfe im Osten Kongos weiterhin andauern und die Bewohner dieser Region unter den Auswirkungen des Krieges leiden.
Fortdauernde Kämpfe im Osten Kongos
Während die Verhandlungen zwischen den Beamten der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda in Genf stattfinden, dauern die Kämpfe zwischen den Streitkräften und verschiedenen Gruppen im Osten Kongos unvermindert an. Die M23-Gruppe, die im Januar 2025 die Stadt Goma erobert hat, kontrolliert weite Teile dieser Region, und laut den Anwohnern ist der Alltag der Menschen stark von diesen Kämpfen betroffen.
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Jozu Akuzuh Walai, ein Menschenrechtsaktivist aus Kinshasa, erklärt, dass die Menschen weiterhin auf die Vorteile und realen Gewinne des Friedens warten. Er sagt: „Die Menschen warten immer noch auf die Realitäten des Friedens, die seit über einem Jahr versprochen wurden. Die Ländereien im Osten Kongos werden weiterhin verwüstet, und es werden mehr Vertreibungen gemeldet.“
Hauptstreitigkeiten und Sicherheitsbedenken
Im Zentrum dieses Streits steht die Gruppe der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR), die als Sicherheitsbedrohung für Ruanda angesehen wird. Diese Gruppe entstand nach dem Völkermord von 1994 in Ruanda, und viele ihrer Mitglieder sind in den Osten Kongos geflohen. Kinshasa hat im Rahmen des Washingtoner Abkommens den Prozess zur Entwaffnung der FDLR eingeleitet, und kongolesische Beamte behaupten, dass dieser Prozess im Gange ist.
Allerdings hat Paul Kagame, der Präsident Ruandas, die Vereinbarungen bezüglich der FDLR als unzureichend bezeichnet. Patrick Muyaya, der Informationsminister Kongos, hat diese Äußerungen zurückgewiesen und die Verpflichtung Kinshasas zur Umsetzung der Vereinbarungen betont.
Die Streitigkeiten zwischen Kinshasa und Kigali betreffen nicht nur den Prozess zur Entwaffnung der FDLR, sondern auch Sicherheitsbedenken und Souveränität. Ruanda fordert zuverlässige Garantien, um die Aktivitäten von bewaffneten Gruppen gegen sich auf kongolesischem Boden zu verhindern, während Kinshasa der Meinung ist, dass Ruandas Sicherheitsbedenken nicht die Präsenz ausländischer Truppen auf kongolesischem Boden rechtfertigen können.
Schließlich gehen die Verhandlungen in Genf weiter, während die Kämpfe im Norden und Süden Kivu zwischen der kongolesischen Armee und bewaffneten Gruppen sowie den M23-Truppen weiterhin andauern. Die AFC-M23-Gruppe wird von Kinshasa beschuldigt, bevölkerungsreiche Gebiete angegriffen und den Waffenstillstand verletzt zu haben. Lawrence Kaniuka, der Sprecher der AFC-M23, hat die Menschen in Kongo und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, auf diese ernsthaften Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu achten.
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Al Jazara
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