Südkorea wird am 25. Oktober 2023 zum ersten Mal die Staatsoberhäupter von fünf zentralasiatischen Ländern, darunter Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgisistan, bei einem Präsidentengipfel empfangen. Dieser Gipfel, der als historisches Ereignis beschrieben wird, findet in Seoul statt und zielt darauf ab, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Südkorea und diesen Ländern zu stärken.
Ziele des Gipfels und Hintergrund der Beziehungen
Dieser Gipfel zielt darauf ab, die seit 2007 geführten Gespräche fortzusetzen, die nun auf die Ebene der Staatsoberhäupter angehoben wurden. Sant Kuschkumbayev, Experte am Institut für strategische Studien Kasachstans, erklärte, dass das Hauptziel dieses Treffens darin besteht, eine effiziente Agenda im Bereich kritischer Mineralien, Energie, digitale Technologien und Transport zu schaffen. Er betonte auch die Bedeutung dieses Treffens, um die Fähigkeit der zentralasiatischen Länder zu zeigen, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, ohne nationale Prioritäten zu opfern.
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Wirtschaftliche Auswirkungen und zukünftige Kooperationen
Die zentralasiatischen Länder bemühen sich als Block unter dem Namen C5+, Investitionen anzuziehen, Zugang zu Technologien zu erhalten und ihre internationalen Partnerschaften über Moskau und Peking hinaus zu diversifizieren. Auf der anderen Seite strebt Südkorea an, seine wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Lieferketten zu reduzieren. Laut Sabina Insbaeva, Politikwissenschaftlerin an der Nazarbayev-Universität, kann Südkorea durch die Bereitstellung von Technologie, Kapital und industrieller Expertise ein langfristiger Partner für diese Länder sein.
Dieser Gipfel soll einen Rahmen für regelmäßige hochrangige Kooperationen schaffen und zielt auf genauere bilaterale Vereinbarungen in der Zukunft ab. Bis Ende 2025 wird das Volumen der direkten Investitionen Südkoreas in Zentralasien voraussichtlich etwa 6,4 Milliarden Dollar erreichen.
Kulturelle Beziehungen und soziale Bindungen
Neben den wirtschaftlichen Aspekten sind auch die sozialen Bindungen zwischen Südkorea und Zentralasien von Bedeutung. Im Jahr 1937 wurden auf Anordnung von Joseph Stalin über 170.000 Koreaner aus dem sowjetischen Gebiet nach Usbekistan und Kasachstan umgesiedelt. Roman Zakharov, ein halb-koreanischer Künstler aus Kasachstan, erinnert sich daran, dass seine Großeltern unter schwierigen Bedingungen lebten und sich im Laufe der Zeit an die lokale Kultur anpassten. Diese historischen Bindungen haben dazu geführt, dass Südkorea in den letzten Jahrzehnten durch die Schaffung kultureller Zentren und die Bereitstellung von Sprachunterricht bemüht ist, diese Beziehungen zu bewahren und zu stärken.
In den 2010er Jahren konnte Südkorea durch die zunehmende Popularität von Fernsehsendungen und K-Pop-Musik als eine Soft Power in Zentralasien anerkannt werden. Aikanim Tulolyeva, eine kasachische Forscherin, wies darauf hin, dass die südkoreanische Regierung durch die Ausrichtung kultureller Festivals und die Ermutigung junger Zentralasiaten, in Südkorea zu studieren, ihren Einfluss in dieser Region ausweitet.
Heute ist Zentralasien zu einem beliebten Ziel für koreanische Touristen geworden, und die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen diesen beiden Regionen erweitern sich zunehmend.
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Al Jazara
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