Der Zinssatz für 10-jährige US-Staatsanleihen erreichte am Dienstag 5,02 Prozent, den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2007. Dieser Anstieg ist auf die Erwartungen einer möglichen Zinserhöhung durch die US-Notenbank und steigende Ölpreise zurückzuführen.
Steigende Ölpreise und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte
Die intensiven Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und Iran sowie die steigenden Ölpreise von über 100 Dollar pro Barrel haben dazu geführt, dass Investoren optimistisch bezüglich einer Zinserhöhung in den USA sind. Dieser Anstieg der Ölpreise, der mit dem anhaltenden Krieg zwischen den USA und Iran einhergeht, hat direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Zinssätze. Der Zinssatz für Staatsanleihen, als Maßstab für die Kreditvergabe auf den Finanzmärkten der USA, beeinflusst nahezu alle Vermögenswerte, einschließlich Verbraucherschulden und Hypothekendarlehen.
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Wettbewerb zwischen Anleihen und wirtschaftlichen Sorgen
Darüber hinaus haben auch andere globale Referenzanleihen die höchsten Niveaus seit mehreren Jahrzehnten erreicht. Beispielsweise beträgt der Zinssatz für 10-jährige deutsche Anleihen 3,554 Prozent, und der Zinssatz für 10-jährige japanische Anleihen hat diesen Monat zum zweiten Mal die 3-Prozent-Marke überschritten. Analysten glauben, dass die Märkte stark auf die Risiken fokussiert sind, die hohe Ölpreise auf den Inflationsdruck ausüben können. In diesem Zusammenhang hat Yako Akihiko, Analyst der Mitsubishi UFJ Bank, erklärt, dass "die Märkte auf die Möglichkeit einer Zinserhöhung aufgrund des inflationsbedingten Drucks durch hohe Ölpreise achten."
In der vergangenen Woche hat die Europäische Zentralbank ebenfalls die Zinssätze erhöht, um der Inflation entgegenzuwirken. In diesem Kontext wird erwartet, dass die Federal Reserve und die Bank of Japan nach ihren Sitzungen in dieser Woche, ähnlich wie die Europäische Zentralbank, ihre Zinssätze erhöhen werden.
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Al Jazara
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