In der vergangenen Woche haben westliche Länder, insbesondere Großbritannien, Frankreich und Kanada, Sanktionen gegen Israel aufgrund illegaler Siedlungen im Westjordanland verhängt. Diese Sanktionen, die sich auf Waren im Zusammenhang mit den Siedlungen beschränken, zeigen einen Wandel in der diplomatischen Haltung gegenüber Israel. Als Reaktion auf diese Sanktionen gab Israel Großbritannien am 9. September 30 Tage Zeit, um sein Konsulat in Ostjerusalem zu schließen.
Folgen der Sanktionen für die diplomatischen Beziehungen
Die scharfe Reaktion Israels auf die westlichen Sanktionen zeigt den Willen dieses Landes, sich dem internationalen Druck zu widersetzen. Edward Miliband, der britische Außenminister, erklärte im Parlament, dass die Regierung nicht länger gleichgültig gegenüber dem bleiben könne, was er als "ethnische Säuberung der Palästinenser" bezeichnete. Diese Aussagen und die verhängten Sanktionen führten zu schnellen Reaktionen Israels, die die Beendigung der Ausbildung der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde und die Ausweisung britischer Mitarbeiter aus dem Koordinationszentrum Gaza umfassten.
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Zunahme der Gewalt in Gaza und im Westjordanland
Während die diplomatische Krise sich verschärfte, verschlechterte sich auch die humanitäre Lage in Gaza und im Westjordanland. Berichten zufolge zielten am 10. September israelische Kampfflugzeuge auf eine vierköpfige Familie in einem Wohnprojekt in Bethlehem, und dieser Vorfall folgte mehreren Luftangriffen im Laufe der Woche. Außerdem zeigte die Statistik des Gesundheitsministeriums von Gaza bis zum 14. September, dass seit Oktober 2022 73.786 Menschen getötet und 174.771 verletzt wurden.
In der Zwischenzeit steht die Lage in den Krankenhäusern und im Verkehrssystem von Gaza kurz vor dem Zusammenbruch. Das Al-Ahli-Krankenhaus gab bekannt, dass sein Hauptgenerator aufgrund von Treibstoff- und Ersatzteilmangel ausgefallen ist. Zudem erklärte die Vereinigung der Busfahrer in Gaza, dass sie aufgrund von Mangel an Ersatzteilen und Treibstoff ab dem 16. September den Transport von Ärzten und Krankenschwestern einstellen werde.
Auch im Westjordanland nimmt die Gewalt zu. Am 12. September wurde ein israelischer Soldat in Faqoua, nahe Jenin, auf einen palästinensischen Jugendlichen namens Qassem Hassam, der keine Bedrohung für die israelischen Streitkräfte darstellte, schießen. Außerdem gab es am 11. September Berichte über einen Angriff israelischer Angreifer auf fünf palästinensische Männer auf der Straße von Ramallah nach Jericho, bei dem einer von ihnen verletzt wurde.
Abschließend zeigen diese Entwicklungen den zunehmenden internationalen Druck auf Israel und gleichzeitig die Verschärfung militärischer Maßnahmen und Gewalt in den besetzten Gebieten. Während Diplomaten versuchen, neue Vereinbarungen zu erreichen, erscheinen die realen Bedingungen in Gaza und im Westjordanland zunehmend besorgniserregend.
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Al Jazara
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