Die gewalttätigen extremistischen Aktivitäten im Sahelraum nähern sich einem historischen Höchststand, insbesondere nach umfangreichen Angriffen durch Gruppen, die mit Al-Qaida und ISIS verbunden sind. Diese Situation hat sich im Vorfeld des 25. Jahrestages der Anschläge vom 11. September und in Folge neuer Statistiken, die von einer Aufsichtsbehörde gesammelt wurden, verschärft.
Unprecedented Anstieg der Gewalt
Neue Statistiken zeigen, dass die mit Dschihad-Gruppen verbundenen Gewalttaten in den drei Ländern Mali, Burkina Faso und Niger – die als Hauptzentren des islamischen Extremismus im Sahelraum gelten – stark zugenommen haben. Die Anzahl der gewalttätigen Vorfälle in diesen drei Ländern ist von 63 im Jahr 2016 auf 2845 im Jahr 2025 gestiegen, und es wird erwartet, dass diese Zahl in diesem Jahr über 3000 steigen wird.
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Während die weltweiten Todeszahlen durch Terrorismus auf den niedrigsten Stand seit 2008 gesunken sind, ist die Zahl der Opfer im Sahelraum erheblich gestiegen. Berichten zufolge hat die UNO im Jahr 2025 über 9000 Todesfälle durch Sicherheitsvorfälle in Burkina Faso, Mali und Niger registriert.
Analyse der Sicherheitslage
Der Verteidigungsminister von Mali kam bei einem Selbstmordanschlag in seiner Residenz in der Stadt Kati, die 9 Meilen nordwestlich der Hauptstadt Bamako liegt, ums Leben. Auch der Leiter des Militärgeheimdienstes dieses Landes wurde ermordet. Diese Sicherheitsvorfälle haben die Krise in Mali verschärft und ernsthafte Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Sicherheit in dieser Region aufgeworfen.
In der Zwischenzeit hat die dschihadistische Gruppe Jama'a Nusrat ul-Islam wa al-Muslimin (JNIM) ihre kontrollierten Gebiete in Mali weiter ausgedehnt und in den letzten Wochen mehrere Soldaten und russische Söldner getötet. Diese Gruppe hat auch Angriffe auf den internationalen Flughafen von Mali durchgeführt und die Kontrolle über die strategische Stadt Kidal übernommen, die einst die Hauptbasis der Bewegung für die Freiheit von Mali (FLA) war.
In Burkina Faso war JNIM für über 130 Angriffe im Jahr 2026 verantwortlich und hat zunehmend in die Nähe von Ouagadougou, der Hauptstadt dieses Landes, vordringt. In Niger hat diese Gruppe mindestens 17 Angriffe verübt, obwohl ihre Aktivitäten deutlich geringer sind als die ihres Rivalen, ISIS im großen Sahara.
Analysten glauben, dass JNIM sich von den historischen Zielen von Al-Qaida, die USA und ihre Verbündeten anzugreifen, entfernt hat und sich nun mehr auf lokale Gebiete konzentriert. Während Al-Qaida in der Vergangenheit eine ernsthafte Bedrohung für viele Länder im Nahen Osten war, liegt ihr Hauptaugenmerk jetzt auf Afrika, insbesondere auf dem Sahelraum.
Dennoch haben Faktoren wie religiöse und ethnische Spannungen, intensiver Wettbewerb um Ressourcen und chronische Instabilität dazu geführt, dass Afrika zu einem geeigneten Ort für die Rekrutierung von Dschihadisten geworden ist. Dennoch können die von extremistischen Gruppen in Mali und Somalia kontrollierten Gebiete aufgrund geografischer Einschränkungen kaum als Basis für globale Angriffe fungieren.
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Al Jazara
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