Die Anzahl der Migranten, die über maritime Routen nach Europa gelangen, ist seit Jahresbeginn stark gesunken. Laut einem neuen Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind bis jetzt im Jahr 2026 etwa 60.000 Migranten und Flüchtlinge nach Europa gekommen, was 39 Prozent weniger ist als die rund 98.000 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Steigende Sterblichkeit auf See
Trotz des Rückgangs der Migrantenzahlen zeigt der Bericht, dass mindestens 2.292 Personen bei dem Versuch, das Meer zu überqueren, ihr Leben verloren haben oder vermisst werden, was im Vergleich zum Vorjahr, als es 1.999 Personen waren, gestiegen ist. Viele dieser Personen sterben auf überfüllten und ungeeigneten Booten, die von den Küsten Libyens ablegen.
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Die doppelte Geschichte der Statistiken
Ami Pop, Generaldirektor der IOM, sagte dazu: "Diese Zahlen erzählen gleichzeitig zwei Geschichten. Weniger Menschen kommen im Vergleich zum Vorjahr nach Europa, aber dennoch verlieren viele Menschen ihr Leben, während sie versuchen, Sicherheit zu erreichen." Sie betonte auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen internationalen Zusammenarbeit, um Leben zu retten und die Menschenrechte zu wahren.
Dem Bericht zufolge gelten die Mittelmeer- und Atlantikrouten als die gefährlichsten Seewege der Welt. IOM-Beamte berichteten, dass die Anzahl der Personen, die über das zentrale Mittelmeer, die Hauptroute von Nordafrika nach Italien, reisen, um mehr als die Hälfte gesunken ist, aber die Anzahl der Todesfälle auf dieser Route von 844 auf 996 gestiegen ist.
Griechenland hat ebenfalls einen geringeren Rückgang der Ankünfte erlebt, während die Anzahl der Todesfälle von 284 auf 417 gestiegen ist. Spanien hat ebenfalls einen Rückgang der Anzahl der Migranten erlebt, während gleichzeitig 879 Personen auf den Routen nach diesem Land ihr Leben verloren haben.
Die Migrationsorganisation hat erklärt, dass die meisten Menschen, die versuchen zu migrieren, vor Krieg und Verfolgung fliehen. Laut Umfragen, die von der IOM durchgeführt wurden, geben die meisten Migranten auf der zentralen Mittelmeerroute wirtschaftliche Probleme als Hauptgrund für ihre Ausreise an, während Krieg und gezielte Gewalt an zweiter Stelle stehen.
Die Organisation hat auch berichtet, dass über 104.000 Personen kürzlich vor dem Krieg im Jemen geflohen sind, und daneben gab es umfangreiche Vertreibungen aus dem Libanon und Syrien aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Region.
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Al Jazara
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