Mohammed bin Salman, der Kronprinz von Saudi-Arabien, reiste am 25. Mehr 1402 (17. Oktober 2023) nach Kairo, um sich mit Abdel Fattah al-Sisi, dem Präsidenten Ägyptens, zu treffen. Diese Reise findet in einer Zeit statt, in der die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthis im Jemen ihren Höhepunkt erreicht haben und die Bedrohungen durch die Huthis die Sicherheit des Roten Meeres sowie zwei Hauptwege für Energie und Handel in dieser Region betreffen.
Steigende Bedrohungen im Roten Meer
Die Huthis haben im Süden des Roten Meeres ihre Bedrohungen ausgeweitet und die Kontrolle über die Straße von Bab al-Mandab, einen der wichtigsten Seewege der Welt, erhöht, was den Druck auf die Schifffahrt und den Handel verstärkt hat. Gleichzeitig hat die Krise in der Straße von Hormus auch die Energieexporte aus dem Persischen Golf beeinträchtigt und Saudi-Arabien mit der Gefahr konfrontiert, gleichzeitig in zwei Hauptseewegen gestört zu werden. In diesem Zusammenhang ist die Sicherheit des Roten Meeres zu einem neuen Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen Riad und Kairo geworden.
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Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Folgen für Ägypten und Saudi-Arabien
Ägypten, das die Kontrolle über den Suezkanal hat, ist stark besorgt über die negativen Auswirkungen der Bedrohungen durch die Huthis auf seine Wirtschaft. Jede Störung in Bab al-Mandab könnte verheerende Auswirkungen auf die Einnahmen des Suezkanals haben, und dieses Thema ist direkt mit der wirtschaftlichen Sicherheit Ägyptens verbunden. Für Saudi-Arabien ist die Sicherheit der Exportwege und der Ölanlagen von hoher Bedeutung. In dieser Situation strebt Saudi-Arabien an, die Verwundbarkeit seiner Exportwege zu verringern, während Ägypten versucht, zu verhindern, dass das Rote Meer zu einem ständigen Konfliktherd wird.
Die jüngsten Entwicklungen, einschließlich des Angriffs auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien, die aufgrund von Schäden für mehrere Wochen außer Betrieb sein wird, haben die Bedenken über die Fähigkeit Saudi-Arabiens, Rohöl auf den Markt zu bringen, verstärkt. Diese Pipeline transportiert Öl von den Häfen des Persischen Golfs im Osten Saudi-Arabiens zum Hafen Yanbu an der Küste des Roten Meeres, und jede Störung auf diesem Weg könnte zu einem Anstieg der Ölpreise und Druck auf das globale Angebot führen.
Unter den gegenwärtigen Umständen ist die Reise von Mohammed bin Salman nach Ägypten mehr als ein gewöhnliches Treffen. Diese Reise zeigt den Versuch Saudi-Arabiens, sein Netzwerk von Beziehungen und Sicherheitskooperationen angesichts der Ausweitung des regionalen Krieges zu überprüfen. Ägypten, das als Land gilt, das hauptsächlich die Kosten für maritime Störungen trägt, sollte darüber nachdenken, ob es eine aktivere Rolle bei der Gestaltung der Sicherheitsarrangements im Roten Meer übernehmen sollte oder nicht.
Schließlich haben die Bedrohungen durch die Huthis und die Schäden an den Öl-Exportinfrastrukturen Saudi-Arabiens die Realität geschaffen, dass die Sicherheit der Energiewege nicht nur durch die Umleitung von Ladungen gewährleistet werden kann. Politische Zusammenarbeit und sicherheitspolitische Koordination zwischen Saudi-Arabien und Ägypten können ein wesentlicher Bestandteil der Partnerschaft dieser beiden Länder zur Verhinderung der Ausweitung von Konflikten und zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt sein.
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Al Jazara
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