Saudi-Arabien befindet sich am Samstagnachmittag in einer kritischen Lage, da das Königreich mit einer Zunahme der Angriffe der Ansar-Allah-Truppen im Jemen und dem Mangel an ausreichender militärischer Unterstützung aus den Vereinigten Staaten konfrontiert ist. Diese Situation zeigt deutlich die hohen Kosten, die der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran dem Nahen Osten auferlegt hat.
Zunahme der Angriffe von Ansar Allah
Allein in den letzten zwei Wochen sah sich Saudi-Arabien mehreren Angriffen aus dem Osten, Süden und Norden gegenüber. Ende August wurde ein saudischer Öltanker in der Straße von Hormuz getroffen, was zum Tod von zwei Seeleuten führte. Am Freitag eroberten die Ansar-Allah-Truppen, die stark von Iran unterstützt werden, ein Gebiet auf einer wichtigen globalen Schifffahrtsroute und besiegten die mit Saudi-Arabien verbündeten Kräfte im Jemen. Diese Angriffe bedrohen eindeutig die Ölexporte Saudi-Arabiens und erhöhen den Druck auf die globale Wirtschaft.
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Darüber hinaus waren saudische Beamte gezwungen, eine wichtige Ölpipeline aufgrund eines Drohnenangriffs eines irakischen Milizionärs, der mit Iran verbunden ist, stillzulegen. Diese Pipeline, die als alternativer Exportweg für das Öl Saudi-Arabiens zum Roten Meer diente, ist nun bedroht.
Frustration Saudi-Arabiens über die Vereinigten Staaten
Während Saudi-Arabien nach geeigneten militärischen Antworten auf die Bedrohungen durch Ansar Allah sucht, ist die Frustration des Landes über die Politik der Vereinigten Staaten deutlich spürbar. Michael Ratney, ehemaliger US-Botschafter in Saudi-Arabien, erklärte, dass die Saudis sich derzeit wirklich verzweifelt fühlen. Besonders in einer Situation, in der der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Präsident Trump um militärisches Handeln gegen Ansar Allah bat, dies jedoch ignoriert wurde.
Analysten glauben auch, dass Saudi-Arabien nicht allein gegen die Ansar-Allah-Truppen kämpfen möchte. Abdulrahman al-Rashed, ein Kolumnist, der der saudischen Regierung nahe steht, hat auf dieses Thema hingewiesen und internationale Unterstützung im Kampf gegen diese Gruppe gefordert. Gleichzeitig zeigt Herr Trump keine Bereitschaft, sich in diesen Konflikt einzumischen, was zusätzliche Frustration in der saudischen Führung verursacht hat.
Angesichts dieser Umstände scheint Saudi-Arabien nun in Richtung Diplomatie zu tendieren. Barbara Leaf, ehemalige stellvertretende Außenministerin für Nahostangelegenheiten, ist der Meinung, dass es keine militärische Lösung für den Umgang mit Ansar Allah gibt und dass Saudi-Arabien möglicherweise mit seinen Nachbarn und Iran um schwierige Vereinbarungen kämpfen wird.
Diese komplexen Bedingungen haben neue Herausforderungen für Saudi-Arabien geschaffen. Während das Land jahrelang Milliarden von Dollar investiert hat, um enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten aufzubauen, scheint es nun aufgrund der Unwilligkeit der Vereinigten Staaten gezwungen zu sein, seine Politik neu zu bewerten.
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Al Jazara
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