Saudi-Arabien hat angekündigt, dass eine von den Houthis in Richtung Mekka gestartete Drohne am Dienstagnachmittag abgeschossen wurde. Dies geschah, während das Land nach diesem Vorfall zum ersten Mal seit 2017 in Mekka eine Sicherheitswarnung herausgab.
Abschuss der Drohne und Reaktionen
Turki al-Maliki, Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition, erklärte, dass die königlichen Luftverteidigungskräfte Saudi-Arabiens die Drohne vor dem Betreten des verbotenen Luftraums abgeschossen haben. Al-Maliki beschrieb diesen Vorfall als Versuch, die Pilger zu erschrecken und Zivilisten zu schädigen, und betonte, dass die Sicherheit der beiden heiligen Moscheen und der Pilger eine "rote Linie" sei.
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Behauptungen der Houthis und Sicherheitsbedenken
Die Houthis hatten zuvor behauptet, dass sie kein Ziel für einen Angriff auf Mekka hätten, und erklärten in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur Saba, dass sie jede Bedrohung aus Jemen in Richtung Mekka und anderer heiliger Orte zurückweisen und als "Fehlinformationen" bezeichneten.
Nach diesem Vorfall gab Saudi-Arabien eine Sicherheitswarnung in Mekka heraus, die schnell nach wenigen Minuten aufgehoben wurde. Diese Warnung wurde auch für zwei andere Städte in Saudi-Arabien, nämlich Taif und Jeddah, herausgegeben. Dies war das erste Mal seit fast einem Jahrzehnt, dass eine solche Warnung in Mekka aktiviert wurde.
Geschichte der Konflikte und zunehmende Spannungen
Diese neuen Angriffe sind ein Zeichen für die Eskalation der Konflikte im Jemen, die 2015 begannen, als Saudi-Arabien eingriff, um die legitime Regierung im Jemen gegen die Houthis zu unterstützen, die Sanaa eingenommen hatten. Der unter der Aufsicht der Vereinten Nationen stehende Waffenstillstand im April 2022 hatte die Angriffe der Houthis auf saudisches Territorium weitgehend gestoppt, aber nach der Ankündigung der Blockade von Seeimporten durch Saudi-Arabien im Juli stiegen die Spannungen wieder an.
Da Mekka das Haus der Kaaba und der heiligste Ort des Islam ist, können solche Vorfälle ernsthafte Auswirkungen auf die Durchführung der Pilgerfahrt und Umrah haben. In diesem Jahr reisten etwa 1,7 Millionen Muslime zur Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien, und unter diesen besorgniserregenden Sicherheitsbedingungen bleibt abzuwarten, ob diese Angriffe die Reisen der Pilger beeinflussen können oder nicht.
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Al Jazara
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