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Ursula von der Leyen ebnete den Weg für die assoziierte Mitgliedschaft Kanadas in der Europäischen Union منبع تصویر: eghtesadonline.com
Wirtschaft

Ursula von der Leyen ebnete den Weg für die assoziierte Mitgliedschaft Kanadas in der Europäischen Union

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, kündigte im Europäischen Parlament den Vorschlag an, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen. Dieser Vorschlag wird unterbreitet, während Kanada bestrebt ist, seine Exportmärkte zu diversifizieren.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, erklärte am Mittwoch in ihrer jährlichen Rede im Europäischen Parlament, in Anwesenheit von Mark Carney, dem Premierminister Kanadas, dass sie einen neuen Weg ebnen möchte, um Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen.

Dieser Vorschlag wird unterbreitet, während Carney zuvor betont hatte, dass Kanada nicht an einer Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union interessiert ist, sondern an einem einzigartigen Bündnis mit diesem Block. Die wirtschaftliche Bedeutung der Angelegenheit liegt jedoch in dieser Unklarheit: Wenn ein neues Modell geschaffen wird, könnte es eine neue Form der Beziehung zwischen der Europäischen Union und einem nicht-europäischen Land schaffen; eine Beziehung, die tiefer als der gewöhnliche Freihandel ist, aber nicht zur Vollmitgliedschaft führt.

Die Nähe Kanadas zu Europa aufgrund wirtschaftlicher Abhängigkeit

Die kanadische Wirtschaft war jahrelang stark von den USA abhängig. Ein großer Teil der Exporte Kanadas geht auf den US-Markt, und diese Abhängigkeit hat sich während des jüngsten Handelskriegs zu einem verwundbaren Punkt für die Wirtschaft des Landes entwickelt. In den letzten Monaten haben Washington und Ottawa eine neue Runde von Tariferhöhungen eingeleitet, und einige kanadische Waren sehen sich Tarifen von bis zu 50 Prozent gegenüber.

Aus diesem Grund ist die Annäherung an Europa für Kanada nicht nur ein diplomatischer Schritt; das Hauptanliegen ist die Diversifizierung der Exportmärkte. Die Europäische Union mit einem einheitlichen Markt aus 27 Ländern ist einer der wenigen Märkte, die einen erheblichen Teil von Kanadas Abhängigkeit von den USA ausgleichen können.

Handelsabkommen und neue Chancen

Wichtig ist, dass Kanada und die Europäische Union nicht bei null anfangen. Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Union, CETA, wird seit 2017 vorläufig umgesetzt, und während seiner Umsetzung wurden 98 Prozent der Zölle zwischen den beiden Seiten abgeschafft. Dennoch ist CETA noch nicht vollständig in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ratifiziert worden.

Europa hat in den letzten Jahren versucht, seine Abhängigkeit von einer begrenzten Anzahl von Rohstofflieferanten zu verringern, und Kanada könnte in diesem Bereich ein wichtiger Partner sein. Energie ist ebenfalls ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen beiden Seiten. Kanada benötigt den europäischen Markt und Kapital, um die Förderung und Verarbeitung von Ressourcen auszubauen.

Die nächste Prüfung zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kanada und der Europäischen Union wird das offizielle Kanada-EU-Treffen am 29. und 30. Oktober in Montreal sein. Dieses Treffen bietet weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und zur Erweiterung des Handels und der Investitionen zwischen beiden Seiten.

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