Das Festival von Venedig steht in diesem Jahr als eines der angesehensten Filmereignisse der Welt vor einem nachdenklichen Paradoxon gegenüber dem iranischen Kino. Während ein Film über Palästina fast 25 Minuten lang gefeiert wird und die palästinensische Flagge im Saal weht, wirft das Schweigen des iranischen Kinos und seiner Künstler zu diesem Thema viele Fragen auf.
Abwesenheit von Stimmen und Reaktionen
In einem Raum, in dem das Kino die Stimme der Unterdrückten sein kann, ist dieses Schweigen gegenüber Verbrechen und Besetzungen offensichtlich besorgniserregend. Ist das iranische Kino inaktiv geworden? Oder haben iranische Künstler aus bestimmten Gründen zur Selbstzensur gegriffen? Diese Fragen bleiben im Kopf der Zuschauer und Filmkritiker zurück. Während das Kino als mächtiges Medium eine bedeutende Rolle bei der Sensibilisierung und der Schaffung sozialer Veränderungen spielen kann, trägt diese Abwesenheit von Stimmen in gewisser Weise zur Krise der kulturellen Identität des iranischen Kinos bei.
Warum Schweigen?
Künstler und Filmaktivisten, die normalerweise zu sozialen und politischen Themen Stellung beziehen, scheinen diesmal gegenüber Themen wie Palästina geschwiegen zu haben. Ist dieses Schweigen aus Angst vor politischen und sozialen Konsequenzen entstanden? Oder wissen iranische Filmemacher nicht mehr, wie sie auf solche Themen reagieren sollen? Diese Fragen werden aufgeworfen, während auch iranische Zuschauer die Stimme ihrer Künstler in diesem Bereich hören möchten.
Das Festival von Venedig hat mit der Aufführung dieses Films erneut daran erinnert, dass das Kino die Stimme der Unterdrückten sein kann und sein sollte. Doch in diesem Zusammenhang ist das Schweigen des iranischen Kinos zu einem Rätsel geworden. Werden iranische Filmemacher in der Lage sein, dieses Schweigen zu überwinden und ihre Stimme erneut der Welt zu Gehör zu bringen?
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