Saudi-Arabien sieht sich derzeit ernsthaften Herausforderungen im Jemen gegenüber. Das Land versucht mit seiner modernen und gut ausgestatteten Armee, die Huthis aus den von ihnen kontrollierten Gebieten zu vertreiben, doch scheint dieser Kampf zu einer ungleichen Herausforderung geworden zu sein. Die Huthis, eine paramilitärische Gruppe mit fortschrittlichen Kriegstaktiken, haben ihre Fähigkeiten über Jahre hinweg verbessert und können sich leicht gegen die Angriffe Saudi-Arabiens zur Wehr setzen.
Fortdauernder Druck der Huthis auf Saudi-Arabien
Nasr al-Din Amir, der Leiter der staatlichen Nachrichtenagentur Saba, die unter der Kontrolle der Huthis steht, hat erklärt, dass diese Gruppe ihren Druck auf Saudi-Arabien fortsetzen wird, um die seit 12 Jahren über den Jemen verhängte Blockade zu brechen. Dies geschieht, während Saudi-Arabien auf diese Angriffe noch nicht mit voller Kraft reagiert hat. Dies wirft Fragen über die zukünftigen Maßnahmen dieses Landes auf.
Mehr lesen: Umstrittener Besuch von Hakan Fidan und Ahmed al-Shar' in Damaskus
Begrenzte Optionen Saudi-Arabiens
Cinzia Bianco, Gastforscherin am Europäischen Rat für Auswärtige Beziehungen, hat darauf hingewiesen, dass Saudi-Arabien im Konflikt mit den Huthis nur begrenzte Optionen hat. Sie erklärte, dass eine dieser Optionen die "Intensivierung des Konflikts" sei, die hohe Kosten für Saudi-Arabien mit sich bringen könnte. Bianco warnte, dass, falls Saudi-Arabien in einen umfassenden Krieg eintreten sollte, diese Situation zu einem endlosen Konflikt werden könnte, ähnlich dem Bürgerkrieg im Jemen, der zur schlimmsten humanitären Krise der Welt geführt hat.
Potenzielle Folgen des Konflikts
Im Falle eines umfassenden Krieges besteht auch die Möglichkeit, dass Iran in diesen Konflikt eintritt. Bianco wies darauf hin, dass in einem solchen Szenario dieser Konflikt nicht nur ein jemenitisches Problem sein kann. Einige Experten glauben, dass die Vereinigten Staaten in dieser Phase, angesichts der aktuellen Krisen in der Region, wahrscheinlich keine militärischen Maßnahmen gegen die Huthis ergreifen werden. Dennoch wurden etwa 100 amerikanische Militärberater nach Saudi-Arabien entsandt, um bei militärischen Operationen gegen die Huthis zu helfen.
Bemühungen um eine politische Lösung
Saudi-Arabien sucht nach einer politischen Lösung, um aus diesem Konflikt herauszukommen, doch könnte es dafür bereits zu spät sein, diese Option zu wählen. Das saudische Außenministerium erklärte als Reaktion auf die jüngsten Angriffe, dass es sich in dieser Phase entschieden hat, nicht zu reagieren, und die Bemühungen der irakischen Regierung unterstützen wird. Bianco fügte hinzu, dass selbst im Falle einer Einigung mit den Huthis dies hohe Kosten für Saudi-Arabien mit sich bringen würde.
Schließlich betonte Salman al-Ansari, ein saudischer geopolitischer Analyst, dass die militärischen Operationen der jemenitischen Regierung gegen die Huthis derzeit im Gange sind und voraussichtlich in den kommenden Tagen zunehmen werden. Er wies jedoch darauf hin, dass Saudi-Arabien ohne entschlossene internationale Unterstützung nicht in den Krieg ziehen wird. Sollte die Spannung anhalten, wird Saudi-Arabien wahrscheinlich gezwungen sein, in den Krieg einzutreten.
Mehr lesen: Die Trump-Regierung sah sich mit zwei rechtlichen Niederlagen in der Einwanderungspolitik konfrontiert · Saudi-Arabien in strategischem Schock; mangelnde Unterstützung von Trump für bin Salman
Al Jazara
روایت خاورمیانه



