Institutionen und die Systeme, die die Gesellschaften regieren, sind der Hauptfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg der Länder im Nahen Osten und Afrika. Diese Analyse zeigt deutlich, warum einige Länder in Zyklen von Armut und Zusammenbruch gefangen sind.
Extraktive Institutionen und die Herausforderungen Afrikas
Die afrikanischen Länder stehen aufgrund der existierenden extraktiven Institutionen, die absichtlich dazu entworfen wurden, Reichtum von der Mehrheit zugunsten kleiner Minderheiten abzuziehen, vor Entwicklungsproblemen. Diese Institutionen haben ihre Wurzeln in einer langen Geschichte der Ausbeutung und Kolonialisierung und haben seit der Sklaverei bis zur kolonialen Ausbeutung die soziale Struktur des Kontinents beeinflusst. In diesem Kontext besteht die Hauptaufgabe der postkolonialen Regierungen Afrikas darin, rechenschaftspflichtige und demokratische Institutionen zu schaffen, die im öffentlichen Interesse handeln.
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Die Erfahrung Nigerias und politische Krisen
Nigeria, trotz reicher natürlicher Ressourcen und einer Bevölkerung von über 200 Millionen Menschen, ist ein deutliches Beispiel für das Fehlen eines gültigen sozialen Vertrags. Seit der Unabhängigkeit hat das Land mit einem Mangel an glaubwürdigen und effektiven Institutionen zu kämpfen. Auf lokaler Ebene existieren legitime Institutionen, aber die Hauptherausforderung besteht darin, diese Legitimität in einen kohärenten nationalen Rahmen zu verwandeln. Derzeit sind die nationalen Politiken stark von Korruption und klientelistischen Verhaltensweisen beeinflusst.
Obwohl es in der gegenwärtigen Regierung ernsthafte Persönlichkeiten wie Bola Tinubu gibt, die in den 1990er Jahren als Gouverneur von Lagos zur Verbesserung der Infrastruktur und Sicherheit beigetragen haben, erfordert das Management der komplexen politischen Landschaft Nigerias effektive politische und wirtschaftliche Strategien, die noch nicht vorhanden sind.
Schließlich ist das Fehlen einer umfassenden und effektiven politischen Vision im Vergleich zur frühen Nachkolonialzeit offensichtlich. In den 1950er und 60er Jahren präsentierten die Führer der Entwicklungsländer kraftvolle Ideen zum Nationenbau, die heute dringend benötigt werden. Stattdessen ist die politische Diskussion heute auf Nullsummenspiele und transaktionale Ansätze reduziert.
Wenn dieses Modell von Institutionen auf den Nahen Osten und Nordafrika übertragen wird, treten tiefere Konflikte zutage. Länder wie Syrien und der Irak haben ähnliche Erfahrungen wie afrikanische Länder gemacht und sind unter Diktaturen gefangen. Im Gegensatz dazu konnten die Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar durch die Nutzung traditioneller Strukturen effektive Institutionen schaffen.
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Al Jazara
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