Aaron Kondonani, ein englischer Schriftsteller und Forscher, untersucht in einem Kommentar die Situation der Muslime in England und die Zunahme von Islamophobie. Er verweist auf die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Monat Juli und stellt fest, dass zwei von fünf britischen Bürgern der Meinung sind, dass Muslime sich nicht in die Gesellschaft dieses Landes integrieren können. Diese Statistik verdeutlicht die Tiefe der Herausforderungen, mit denen Muslime in England konfrontiert sind.
Besorgniserregende Erfahrungen von Muslimen
Kondonani verweist auch auf eine Studie, die zeigt, dass mehr als die Hälfte der Muslime in England im vergangenen Jahr mit einer Form von anti-islamischem Vorurteil konfrontiert wurde, und etwa ein Viertel von ihnen hat diese Erfahrungen in öffentlichen Orten gemeldet. Diese Situation bietet ein besorgniserregendes Bild des Alltagslebens von Muslimen in England, die anscheinend unter zunehmendem Druck von extremistischen Gruppen und rassistischen Verhaltensweisen stehen.
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Der Autor verweist auf die rassistischen Unruhen vor zwei Sommern in England, die Moscheen und Flüchtlingsunterkünfte ins Visier nahmen. Er betont, dass dieses Problem nicht nur auf die Aktivitäten extremistischer Gruppen beschränkt ist, sondern dass die Gleichgültigkeit gegenüber rassistischer Gewalt gegen Muslime oder Personen, die fälschlicherweise als Muslime wahrgenommen werden, noch besorgniserregender ist.
Ursprünge der modernen Islamophobie
Kondonani sieht die Wurzeln der modernen Islamophobie im politischen und intellektuellen Klima der 1990er Jahre; einer Zeit, in der der Islam als neuer Feind nach dem Kalten Krieg betrachtet wurde. Er erklärt, dass in der sogenannten „Krieg gegen den Terror“-Periode diese Sichtweise nicht nur in den politischen Diskurs überging, sondern auch in das Handeln staatlicher Institutionen widergespiegelt wurde.
Er verweist auch auf die „Prevent“-Politik und behauptet, dass im Rahmen ihrer Umsetzung Tausende von Mitarbeitern des öffentlichen Sektors geschult wurden, um bestimmte normale politische und religiöse Verhaltensweisen von Muslimen als Anzeichen von Extremismus zu betrachten. Auf diese Weise argumentiert Kondonani, dass Islamophobie nicht nur auf das Verhalten extremistischer Personen zurückgeführt werden kann, sondern auch die strukturellen Dimensionen berücksichtigt werden müssen.
Hindernisse für die Diskussion über anti-islamischen Rassismus
In einem anderen Abschnitt des Kommentars geht Kondonani auf die Hindernisse ein, die bei der Thematisierung von anti-islamischem Rassismus im öffentlichen Raum Englands bestehen. Er weist darauf hin, dass Muslime oft aufgefordert werden, gleichzeitig zu islamischem Extremismus und Antisemitismus Stellung zu beziehen, während seiner Meinung nach das Hauptanliegen darin bestehen sollte, Bedingungen zu schaffen, unter denen Angriffe auf keine religiöse Gemeinschaft normalisiert werden.
Schließlich verweist Kondonani auf den unterschiedlichen Umgang Englands mit ukrainischen und afghanischen Flüchtlingen und warnt, dass die Normalisierung von Diskriminierung gegen eine Gruppe auch Auswirkungen auf andere Minderheiten haben kann. Er fordert eine ernsthaftere Aufmerksamkeit der britischen Politiker für das Thema Islamophobie und betont die Notwendigkeit, diskriminierende Politiken zu überdenken.
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Al Jazara
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