Die Türkei steht aufgrund ihrer neuen Verpflichtungen gegenüber Saudi-Arabien im Rahmen des Mekka-Abkommens vor der Gefahr eines Konflikts mit den Houthi aus Jemen. Diese Situation könnte ernsthafte Konsequenzen für die Versorgungswege der Türkei zum Horn von Afrika haben.
Mekka-Abkommen und mögliche Gefahren
Obwohl die Türkei das Mekka-Abkommen noch nicht ratifiziert hat, erhöhen die anhaltenden Angriffe der Houthi auf Saudi-Arabien und die kürzliche Teilnahme Ankaras an der multinationalen Marineverteidigungsallianz unter saudischer Führung die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts. Regionale Experten warnen, dass Ankara nicht an einer Konfrontation mit den Houthi interessiert ist und möglicherweise seine Beziehungen zu Saudi-Arabien und Iran nutzen könnte, um Spannungen abzubauen.
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Wirtschaftliche und militärische Folgen
Abuzer Demirci, Forscher an der Universität Toronto, wies auf die Bedeutung der Bab-el-Mandeb-Straße hin, die unter der Kontrolle der Houthi steht, und sagte: „Diese Straße ist ein Tor zu China, Indien und Ostafrika für die Türkei.“ Jegliche Einschränkungen des Seetransports der Türkei könnten die Handelskosten erhöhen und die Transitzeiten verlängern. Demirci betonte: „Die direkte Verbindung zwischen Ankara und Mogadischu wird betroffen sein, während Piraterie vor der Küste Somalias wieder zunimmt.
Die Türkei hatte zuvor eine Marinepräsenz in der Region und ihre Kriegsschiffe haben einen Energieerforschungs-Schiff vor der somalischen Küste geschützt. Außerdem setzt Ankara seine Teilnahme an der UN-Mission gegen Piraterie im Golf von Aden fort.
Besorgnis über weitere Spannungen
Mohammed al-Bukhaiti, ein hochrangiger Houthi-Beamter, warnte die Türkei und Pakistan, dass jede Intervention zur Unterstützung Saudi-Arabiens hohe Kosten mit sich bringen könnte. Experten glauben, dass die Türkei einen Konflikt mit den Houthi nicht ertragen kann und sich auf den Aufbau von Kommunikationsbrücken zwischen Saudi-Arabien, Iran und der jemenitischen Gruppe konzentrieren sollte.
Betul Doğan Akkaş, Assistenzprofessorin für internationale Beziehungen an der Universität Ankara, wies darauf hin, dass die Houthi von der Türkei nicht als terroristische Organisation anerkannt werden, was die Kommunikationskanäle offen halten könnte. Dennoch glauben Experten, dass die Risiken, die sich aus dieser Situation ergeben, die Lieferung militärischer Ausrüstung an Saudi-Arabien nicht verhindern könnten.
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Al Jazara
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