Der Angriff einer russischen Drohne auf einen Bus in Nikopol, gelegen in der Oblast Dnipropetrowsk, Ukraine, führte zum Tod von fünf Personen und zur Verletzung von sieben weiteren. Der Angriff ereignete sich am Mittwoch in der Nähe der Frontlinie des Krieges im Süden der Ukraine. Oleksandr Hanzha, der Gouverneur der Oblast Dnipropetrowsk, wies in einer Nachricht, die er auf Telegram veröffentlichte, auf diesen Vorfall hin.
Details des Angriffs und aktuelle Situation
Nikopol liegt gegenüber dem Kernkraftwerk Saporischschja, das seit Beginn des Krieges unter russischer Kontrolle steht. Bilder, die von ukrainischen Beamten veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Fenster eines weißen Kleinbusses zerbrochen sind und Blutspuren deutlich neben dem Fahrzeug zu sehen sind. Mykola Lukashuk, der Vorsitzende des Oblastrates Dnipropetrowsk, kritisierte diesen Angriff und erklärte: "Die Russen haben heimtückisch einen Reisebus angegriffen. Sie haben einen Kleinbus ins Visier genommen, in dem Menschen ihren täglichen Aktivitäten nachgingen."
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Steigende zivile Opfer in der Ukraine
Berichten der Vereinten Nationen zufolge ist die Zahl der getöteten Zivilisten in der Ukraine in diesem Jahr stark angestiegen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 wurden mindestens 1396 Zivilisten getötet und 7978 weitere verletzt, was einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Zudem wurden in diesem Zeitraum mindestens 250 Zivilisten bei Angriffen der Ukraine auf das russische Territorium getötet und 1596 weitere verletzt, was ebenfalls einen Anstieg von 121 Prozent bei den zivilen Opfern in diesem Land zeigt.
Beide Seiten, die Ukraine und Russland, haben die Behauptungen, Zivilisten ins Visier genommen zu haben, vehement zurückgewiesen. Während der Krieg im Februar 2022 mit dem umfassenden Angriff Russlands auf die Ukraine begann, verschlechtert sich die humanitäre Lage in diesem Land kontinuierlich.
In anderen Teilen der Ukraine wurde am Mittwochmorgen in der Hauptstadt Kiew eine Explosion gehört, die laut einem Zeugen auf einen Angriff Russlands zurückzuführen ist. Stadtbeamte berichteten auch von einem Brand in einem Lagerhaus aufgrund dieses Angriffs. Zudem erklärte Volodymyr Diakivich, der Gouverneur der Region Poltawa, dass die Russen die Energieinfrastruktur in dieser Region angegriffen haben, jedoch keine weiteren Details bekanntgaben.
Das russische Verteidigungsministerium gab ebenfalls bekannt, dass ein Frachtschiff im Hafen von Tschornomorsk im Schwarzen Meer der Ukraine ins Visier genommen wurde. Diese Angriffe verdeutlichen die Verschärfung der humanitären und militärischen Krise in der Ukraine und deren schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung.
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Al Jazara
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