Die Volkspartei Europas (EPP) hat am 30. Juni in Wien während einer politischen Versammlung eine Resolution verabschiedet, die die zivilgesellschaftliche Beteiligung von Muslimen als Bedrohung ansieht. Diese Resolution ist gewissermaßen ein Beweis für die Ausweitung der Parteiansätze zu "politischem Islam" und spiegelt die verschwörungstheoretischen Ansichten französischer Politiker über den "Einfluss von Islamisten" wider.
Inhalt der Resolution und ihre Folgen
Die unter dem Titel "Einfluss des politischen Islam auf die demokratischen Prozesse in Europa" verabschiedete Resolution wurde von der Parteiführung genehmigt und hat daher ein besonderes Gewicht. Diese Maßnahme spiegelt die kollektiven Prioritäten der Parteiführung wider und geht über eine individuelle Initiative hinaus. In der Praxis könnte diese Resolution auch auf die Innenpolitik übergreifen und ihre Auswirkungen würden über die transnationalen Bemühungen auf europäischer Ebene hinausgehen.
Die Volkspartei Europas, die die größte Fraktion im Europäischen Parlament bildet, wird traditionell als Dachorganisation für christlich-rechte und konservative Parteien angesehen. Dennoch ist die Dominanz der Christlich Demokratischen Union Deutschlands in dieser Partei, insbesondere unter der Führung von Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, bemerkenswert. Diese Dominanz gibt kleineren Parteien gewissermaßen die Möglichkeit, Unterstützung aus Deutschland zu suchen.
Interaktion mit der muslimischen Gemeinschaft und deren Risiken
Die besagte Resolution betrachtet insbesondere Muslime, die in der Zivilgesellschaft aktiv sind, und sieht sie als Personen, die versuchen, durch das Gesetz gegen Rassismus zu sprechen, mit Misstrauen. Dieser Ansatz kehrt gewissermaßen die Unschuldsvermutung für Muslime um, sodass ihre Institutionen ohne jegliche gewalttätige Handlungen aufgelöst und ihr Vermögen beschlagnahmt werden kann.
Die Volkspartei Europas präsentiert sich mit dieser Resolution als europäischer Verteidiger von "Vereint in Vielfalt", während sie mit dem Hinweis auf individuelle Rechte ausdrücklich erklärt, dass sie darauf abzielt, "Gleichheit unter den Bürgern" zu garantieren. Dieser Satz spiegelt gewissermaßen die mangelnde Unterstützung für den kollektiven Ausdruck des Islams wider und schwächt das Konzept der Religionsfreiheit.
Diese Resolution zielt gewissermaßen darauf ab, die Doktrin der "defensiven Demokratie" Deutschlands zu erweitern, die zum Schutz der demokratischen Ordnung vor totalitären Bewegungen geschaffen wurde. Dennoch ist dies nicht die erste Initiative dieser Art, und es gab bereits zuvor Bestrebungen, die Zivilgesellschaft von Muslimen in Europa zu kriminalisieren.
Insgesamt kann die Verabschiedung dieser Resolution ernsthafte Folgen für muslimische Gemeinschaften in Europa haben und gewissermaßen den Boden für die Ausbreitung islamfeindlicher Ansichten in der öffentlichen Politik bereiten.
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Al Jazara
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