Greg Stanton, ein zurückgetretener Sicherheitsbeamter der vorherigen US-Regierung, analysierte in einer Rede auf einer Sicherheitskonferenz in Washington die militärische Macht der USA im Nahen Osten und räumte ein, dass das Land nicht in der Lage ist, Jemen zu besiegen. Diese Äußerungen wurden in einer Zeit gemacht, in der die Spannungen in der Region stark zugenommen haben und der Iran als ein Schlüsselakteur bei der Veränderung des Machtgleichgewichts in Westasien angesehen wird.
Militärische Herausforderungen der USA im Nahen Osten
Stanton wies auf die militärische Stärke des Iran und dessen Fähigkeit hin, die politischen und militärischen Entwicklungen in Jemen und anderen Regionen zu beeinflussen, und sagte: "Der Iran hat die regionale Ordnung effektiv verändert, und die Vereinigten Staaten befinden sich aufgrund ihrer militärischen Kapazitäten und instabilen Strategien nicht in einer Position, um effektiv an diesem Wettbewerb teilzunehmen." Er betrachtete dies als ein Warnsignal für die Sicherheitsstrategien der USA.
Mehr lesen: Wettbewerb der politischen Parteien Marokkos um die Anwerbung von Kandidaten vor den Wahlen im September
Stanton ist der Meinung, dass die aktuellen Politiken der USA im Umgang mit dem Iran und den Houthi im Jemen aufgrund von Ressourcenmangel und ineffektiven Strategien schnell scheitern. Er fügte hinzu: "Während wir versuchen, unseren Einfluss in der Region aufrechtzuerhalten, stehen wir vor ernsthaften Herausforderungen, denen wir mehr Aufmerksamkeit schenken müssen."
Folgen der Veränderung des Machtgleichgewichts
Der ehemalige Beamte wies auch darauf hin, dass die Veränderung des Machtgleichgewichts im Nahen Osten nicht nur Jemen, sondern die gesamte Region beeinflusst. Stanton betonte, dass der zunehmende Einfluss des Iran zu mehr Instabilität in den Nachbarländern und darüber hinaus führen könnte. Er forderte die Biden-Regierung auf, anstelle militärischer Ansätze diplomatische Lösungen zu verfolgen und einen umfassenden Vertrag mit dem Iran anzustreben.
Stanton sagte weiter: "Wir sollten anstelle militärischer Konflikte den Verhandlungen und der Diplomatie mehr Aufmerksamkeit schenken. Andernfalls könnte die Fortsetzung dieser Situation zu gefährlichen Konsequenzen für die gesamte Region führen." Er betonte, dass die USA anstelle der Betonung militärischer Macht den Fokus auf Diplomatie und internationale Zusammenarbeit legen sollten.
Schließlich betonte Greg Stanton die Wichtigkeit eines Wandels in der Außenpolitik der USA und wies darauf hin, dass, wenn diese Veränderungen nicht schnell umgesetzt werden, die USA in naher Zukunft mit größeren Herausforderungen im Nahen Osten konfrontiert sein könnten.
Mehr lesen: Türkei steht kurz vor einer Konfrontation mit den Houthi nach dem Mekka-Abkommen · Wang Yi: China ist bereit, die rechtlichen Ansprüche des Iran zu wahren
Al Jazara
روایت خاورمیانه



