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Hashim Thaci steht kurz vor dem Urteil für Kriegsverbrechen منبع تصویر: aljazeera.com
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Hashim Thaci steht kurz vor dem Urteil für Kriegsverbrechen

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Der Prozess gegen Hashim Thaci, den ehemaligen Präsidenten des Kosovo, wegen Kriegsverbrechen ist zu Ende gegangen, und sein endgültiges Urteil sowie das von drei anderen Kommandanten wird am Mittwoch verkündet.

Hashim Thaci, der ehemalige Präsident des Kosovo, steht kurz vor der Verkündung des endgültigen Urteils im Kriegsverbrecherprozess. Das Gericht wird am Mittwoch, den 18. Oktober 2023, über die gegen Thaci und mehrere andere Kommandanten erhobenen Vorwürfe von Mord und Folter während des Unabhängigkeitskriegs des Kosovo gegen Serbien entscheiden.

Vorwürfe und Reaktionen

Thaci, 58 Jahre alt, sieht sich mehreren Anklagen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegenüber, darunter Mord, Folter und Misshandlung. Er und drei andere Kommandanten der Kosovo-Befreiungsarmee (KLA), darunter Jakup Krasniqi, Rexhep Selimi und Kadri Veseli, haben die Vorwürfe zurückgewiesen und sich für unschuldig erklärt. Thacis Anwälte erklärten im Februar zu seiner Verteidigung, dass es keine Beweise gebe, die ihn direkt mit diesen Verbrechen in Verbindung bringen.

Soziale und politische Auswirkungen

Der Prozess gegen Thaci ist im Kosovo äußerst umstritten. Er wird als angesehene und beliebte Persönlichkeit unter vielen Albanern im Kosovo angesehen, aufgrund seiner Rolle im Unabhängigkeitskrieg von 1998-1999. Am Samstag, den 14. Oktober, versammelten sich Zehntausende in der Hauptstadt Pristina, um seine und die Freilassung anderer Kommandanten zu fordern. Bei dieser Versammlung wurden große Bilder von vier ehemaligen KLA-Kämpfern in der ganzen Stadt aufgestellt, und eine digitale Uhr zählte rückwärts bis zur Urteilsverkündung.

Nach Angaben der Staatsanwälte haben diese vier während ihrer Tätigkeit in der KLA politische Gegner und Zivilisten, die als Kollaborateure und Verräter angesehen wurden, angegriffen und ins Visier genommen. Infolge dieser Vorwürfe haben die Staatsanwälte 45 Jahre Haft für jeden dieser Personen beantragt.

Der Krieg im Kosovo führte zum Tod von etwa 13.000 Menschen, von denen die meisten albanischer Herkunft waren. Nach dem Krieg beendete eine 78-tägige NATO-Luftangriffskampagne gegen serbische Truppen die Konflikte, und etwa eine Million albanischer Herkunft wurden aus ihren Häusern vertrieben. Im Jahr 2008 erklärte das Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien, eine Bewegung, die Belgrad abgelehnt hat.

Die Geschichte der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien bleibt angespannt, und trotz jahrelanger Verhandlungen unter der Aufsicht der Europäischen Union gab es keine nennenswerten Fortschritte bei der Verbesserung dieser Beziehungen.

Quelle: aljazeera.com

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