Der Stopp der Ölexporte Saudi-Arabiens infolge der jüngsten Drohnenangriffe auf die Ost-West-Pipeline hat die globale Ölversorgung stark beeinflusst. Diese Angriffe, die in der vergangenen Woche stattfanden, führten zu Störungen im Ölfluss von den Hauptproduktionsfeldern Saudi-Arabiens im Osten des Landes zum Hafen Yanbu an der Küste des Roten Meeres und reduzierten die weltweite Ölversorgung um etwa 4 bis 5 Millionen Barrel pro Tag.
Dauer der Reparaturen ungewiss
Derzeit ist unklar, wie lange die Reparaturen dauern werden, aber Schätzungen deuten darauf hin, dass dieser Prozess zwischen drei und fünf Wochen in Anspruch nehmen könnte. Die 1200 Kilometer lange Pipeline, die die Ölfelder im Osten Saudi-Arabiens mit dem Hafen Yanbu verbindet, ermöglicht es, dass das Rohöl Saudi-Arabiens nicht durch die Straße von Hormuz transportiert werden muss. Die Straße von Hormuz, die seit Beginn des Krieges der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran am 28. Februar größtenteils geschlossen ist, ist ein entscheidender Punkt für den Ölexport.
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Folgen der Krise für den globalen Ölmarkt
Saudi-Arabien, als zweitgrößter Ölproduzent der Welt, hat seine Fähigkeit zur Fortsetzung der Ölexporte stark beeinträchtigt. Die Ölexporte des Landes, die im Januar und Februar über 7,5 Millionen Barrel pro Tag erreicht hatten, sind im August auf etwa 2,3 Millionen Barrel pro Tag und in der ersten Septemberhälfte auf etwa 2,1 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Dieser Rückgang von über 70 Prozent hat bei Analysten und globalen Käufern große Besorgnis ausgelöst.
Saudi-Arabien hat alternative Routen für die Fortsetzung seiner Ölexporte in Betracht gezogen. Eine der Optionen ist die Erhöhung der Exporte von Ölhäfen im Persischen Golf durch die Straße von Hormuz. Dies geschieht jedoch, während die Kosten und physischen Risiken durch die Passage der Straße von Hormuz erheblich gestiegen sind.
Experten haben auch auf andere Optionen hingewiesen, einschließlich der Nutzung von in den westlichen Küsten von Saudi-Arabien gelagertem Rohöl und Terminals in Ägypten. Diese Optionen könnten helfen, den Bedarf Europas über die Sumed-Pipeline zu decken, jedoch ist dies nur möglich, solange ausreichende Reserven vorhanden sind.
Sicherheits- und wirtschaftliche Auswirkungen
Einige Analysten weisen darauf hin, dass die Passage durch die Straße von Hormuz derzeit aufgrund der sehr gefährlichen Sicherheitslage und der hohen Transportkosten zu einer unerwünschten Option geworden ist. Sollte die Störung der Ost-West-Pipeline jedoch anhalten, wird Saudi-Arabien gezwungen sein, seine Exporte über den Persischen Golf und durch die Straße von Hormuz durchzuführen.
Darüber hinaus müssen Schiffe, um nach Asien zu gelangen, aufgrund der Schließung der südlichen Routen und der Kontrolle der Houthi über die Bab al-Mandab-Straße den nördlichen Weg nehmen. Diese Umleitung könnte zusätzliche Kosten verursachen und die Effizienz der Ölexporte verringern.
Angesichts all dieser Faktoren scheint die aktuelle Krise der Ölexporte Saudi-Arabiens ernsthafte Folgen für die globalen Ölmärkte und die Einnahmen des Landes zu haben. Sollte diese Krise länger andauern, wird zusätzlicher Druck auf die Ölproduktionsniveaus Saudi-Arabiens ausgeübt.
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Al Jazara
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