Hamid Karzai, der ehemalige Präsident Afghanistans, hat kürzlich die jüngsten Angriffe auf die Taliban-Truppen verurteilt. Diese Angriffe, die in den letzten Monaten zugenommen haben, haben insbesondere in verschiedenen Regionen Afghanistans große Besorgnis unter der Bevölkerung und internationalen Organisationen ausgelöst.
Zunahme der Angriffe von Taliban-Gegnern
Nach veröffentlichten Berichten wurden vom 1. Mai bis 31. Juli 2.947 sicherheitsrelevante Ereignisse in Afghanistan registriert, was im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres einem Anstieg von 11 Prozent entspricht. Die Vereinten Nationen haben bestätigt, dass 55 dieser Angriffe stattfanden, die hauptsächlich Hinterhalte und Angriffe auf Kontrollposten der Taliban und militärische Einrichtungen dieser Gruppe umfassten.
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Verschiedene Gruppen, die gegen die Taliban sind, darunter die Front für die Freiheit Afghanistans und die Nationale Widerstandsfront, haben die Verantwortung für diese Angriffe übernommen. Insbesondere am 12. Juni und 22. Juni wurden die Kräfte des Ministeriums für Tugend und Verbot des Unheils der Taliban in Herat und Kabul angegriffen. Bei einem dieser Angriffe zündete ein Selbstmordattentäter in der Nähe einer Jungenschule in Kabul Sprengstoff, für den keine Gruppe die Verantwortung übernahm.
Unsicherheit und Grenzspannungen
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat in seinem Bericht an den Sicherheitsrat darauf hingewiesen, dass die Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan in dieser Zeit ebenfalls unruhig war. Luftangriffe Pakistans auf Gebiete in Ghazni, Kunar, Khost und Paktika haben Schäden an Zivilisten und Infrastrukturen verursacht. Gleichzeitig wurden auch Kämpfe zwischen den Sicherheitskräften der Taliban und den pakistanischen Streitkräften in den Provinzen Kandahar, Nangarhar und Paktia gemeldet.
Am 30. Juni gab das Verteidigungsministerium der Taliban bekannt, dass als Reaktion auf die Angriffe Pakistans Drohnenangriffe auf angebliche Stellungen von ISIS Khorasan und Taliban-Gegnern auf pakistanischem Boden durchgeführt wurden. Diese Entwicklungen zeigen die zunehmenden Spannungen an den Grenzen zwischen Afghanistan und Pakistan sowie die inneren Unsicherheiten in Afghanistan.
Änderungen in der Taliban-Führung und die Situation der Gefangenen
In der Zwischenzeit hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen auf die umfassenden Veränderungen in der Führung der Taliban hingewiesen. Hibatullah Akhundzada, der Führer der Taliban, hat vom 1. Mai bis Ende Juli einen Minister, acht stellvertretende Minister und sechs Gouverneure ausgetauscht. Diese Veränderungen waren insbesondere in den Ministerien für Verteidigung, Hajj und religiöse Stiftungen sowie Information und Kultur spürbar.
Außerdem wurde in veröffentlichten Berichten festgestellt, dass die Zahl der Gefangenen in den Gefängnissen der Taliban auf 30.300 gestiegen ist. Diese Institution hat auch Unterstützung für die Gefangenen in Bezug auf Ernährung und Gesundheitsdienste gefordert.
Während die Wirtschaft Afghanistans mit ernsthaften Herausforderungen konfrontiert ist, hat die Rückkehr der Migranten auch den wirtschaftlichen Druck erhöht. Schätzungen zeigen, dass vom 1. Januar bis 22. August fast 1,15 Millionen afghanische Migranten in ihr Land zurückgekehrt sind.
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Al Jazara
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